Erste Erlebnisse mit einer Drohne

Nicht mehr zählbare Exemplare Drohnen bzw. Quadrocopter, unterschiedlicher Bauformen, Ausstattung und Qualität werden im Internet zu unterschiedlichsten Preisen angeboten. YouTube ist voll von aller Art von Drohnen Videos. Also sollte man auch einmal so ein Fluggerät ausprobieren.

Es ergab sich die Gelegenheit, dass mir ein Nachbar ein Paket mit einer Drohne mit Fernbedienung über den Zaun reichte und meinte, dass ich das Fluggerät ausprobieren soll, da er im Moment wenig Zeit zum Spielen hatte. Als erstes habe ich die Bedienungsanleitung der SPYFORCE1 studiert und mich bei YouTube ausgiebig über das Thema informiert.

Da ich bei meinem Online-Studium teilweise Videos gesehen habe, in denen Drohnen in der Nähe von Hochspannungsleitungen und viel befahrenen Straßen genutzt wurden, habe ich auch die Drohnenverordnung (März 2017) studiert.

Jetzt habe ich den Akku mit einem USB-Ladeadapter an meinem USB-Hub geladen, vier Batterien in die Fernbedienung eingelegt und mir einen größeren leeren Parkplatz für die ersten Erfahrungen und Start gesucht. Die Abdeckung des Lipo, siehe Foto, war nicht flugsicher am Akkugehäuse der Drohne zu befestigen.

Das Smartphone habe ich auf der Halterung für die Fernbedienung montiert, die Drohne mit dem geladenen Akku verbunden und das WLAN am Smartphone eingeschaltet. Jetzt habe ich die App SPYFORCE1 aus dem Apple Store gestartet. Erstaunlich schnell wurde die Verbindung zwischen Drohne und Smartphone aufgebaut. Das Bild der Kamera erschien auf dem Display des Smartphones. Die Erwartungshaltung war groß!

Nun wurde von mir der linke Joystick nach vorne (Power) bewegt und die Rotoren setzten sich in Bewegung. Zwei Rotoren wollten in die Luft, also die Drohne erhob sich ein wenig vom Boden und ein Rotor entfernte sich von der Welle und war zwei Meter weiter zu finden. Das war mein erster verunglückte Start einer Drohne.

Zum Glück waren im Beipack noch 4 Ersatz Rotoren vorhanden. Also neuen Rotor fest auf die Welle aufgesetzt und ein neuer Startversuch konnte in Angriff genommen werden. Dumm nur, dass der Akku schon erheblich an Energie verloren hatte. Also Drohne und Fernsteuerung mit Smartphone eingepackt und ab nach Hause zum Laden des Akkus.

Mit vollem Akku ging es heute wieder auf zum Parkplatz. Gleiche Startvorbereitungen wie gestern und was passierte wieder hoben zwei Rotoren die Drohne so hoch, dass sie unvermittelt auf dem Kopf landete und trotz Schutz für die Rotoren eine Hälfte des Rotors abgebrochen ist.

Fazit: Alle Utensilien wieder zusammen in der Originalverpackung verfrachtet und Test beendet. Schade um Zeit und Geld für das Fluggerät und Fernbedienung. Auch die Stiftung Warentest rät von “Billig-Drohnen” ab. Wie so oft bei billig zahlt man mindestens zweimal. Die SPYFORCE1 ist noch nicht einmal als Spielzeug für Kinder geeignet, da das Ding offensichtlich gar nicht fliegen kann.